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02 April 2010

Das Max-Frisch-Archiv ist online

Pünktlich als kleines Ostergeschenk für alle Literaturhistoriker ist seit Gründonnerstag das Max-Frisch-Archiv der ETH online wie die NZZ am 29.3.2010 berichtete. Die Bibliothek umfasst das vollständige Werk von Max Frisch sowie umfassende Sekundärliteratur, Dissertationen und Briefwechsel sowie Kunst- und Fotobände. Die Buchtitel der Präsenzbibliothek wie z.B. Homo Faber sind im Bibliothekskatalog Nebis katalogisiert.

In der neuen Online-Archivdatenbank werden nach und nach vor allem Artikel aus Zeitschriften und Zeitungen sowie Typoskripte und Korrespondenzen nachgewiesen. Bis Ende Mai 2010 soll der Architekturbestand, bis Ende Juni 2010 die Korrespondenz aufgeschaltet sein. Das Online-Archiv hilft den Nutzenden, auch orts- und zeitunabhängig nach den Beständen des Archivs zu recherchieren. Die gefundenen Dokumente können jedoch wie die Bücher nur vor Ort im Original eingesehen werden, da noch keine Dossiers angelegt oder Einzelstücke erfasst sind.

Wenn bis Ende Jahr die Bildrechte abgeklärt sind, wird es möglich sein auch nach den rund 1'500 Bildern, die das Archiv besitzt, online in einer eigenen Bilddatenbank zu suchen. Es ist ausserdem geplant in diesem Jahr auch die Ton- und Videodokumente zu digitalisieren.

Es bleibt daher spannend diese Projekte zu verfolgen.

Links:

Nebis
Archivdatenbank online
Bilddatenbank online

30 Januar 2009

SIKART - Kunstdatendank für die Schweiz und Liechtenstein

Mitte Februar 2006 startete mit SIKART ein Online-Informationssystem zur historischen und zeitgenössischen Kunst in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Betreut wird das Projekt Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (SIK), Zürich und Lausanne. Finanziell wird es unterstützt vom Bund, zahlreichen Departements der Kantone und einigen Stiftungen.

SIKART erfasst Künstlerinnen und Künstler, deren Werke, Ausstellungen und Auszeichnungen. Es kann darin in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch recherchiert werden. Momentan sind darin 14.000 Kunstschaffende verzeichnet. Man hat ausserdem Zugriff auf 1200 Lexikonartikel zu Schweizer Künstlern sowie zu 3000 Abbildungen und 15.000 Ausstellungshinweise. Diese Einträge werden laufend redaktionell betreut und nach folgenden Kriterien aufgenommen:

Aufgenommen werden Kunstschaffende,
  • die in den Bereichen Malerei, Zeichnung, Aquarell, Druckgrafik, Bildhauerei, Plastik, Video, Installation, Fotografie, Performance und Netzkunst tätig waren oder sind.
  • die nachweisbare, autonome Werke geschaffen haben (bei historischen KünstlerInnen);
  • die mit professionellem Anspruch künstlerisch tätig sind und damit im Kunstkontext wahrgenommen werden (bei zeitgenössischen KünstlerInnen)
  • die die Schweizer oder Liechtensteiner Staatsbürgerschaft besassen oder besitzen oder auf dem heutigen Territorium der Schweiz oder des Fürstentums Liechtenstein über einen längeren Zeitraum tätig waren oder sind.
Nicht in SIKART aufgenommen werden KünstlerInnen, die ausschliesslich in angewandten Bereichen (Grafik, Design, Glockengiesserei, Goldschmiedekunst, Keramik, Dokumentarfotografie etc.) tätig waren oder sind. (Quelle: Aufnahmekriterien SIKART)

Vorläufer für diese Online-Datenbank war das zweibändige Biografische Lexikon der Schweizer Kunst, das konzeptionell und inhaltlich als Vorlage diente. Die Nutzung von SIKART ist gratis.

Link: SIKART

19 November 2008

Das Magazine LIFE stellt seine Fotos via Google ins Netz



Life magazine on a newsstand. Photograph: Fred Prouser/Reuters
via Guardian


Wie das Blog Fotostoria am
18. November 2008 meldete, stellt nun Google Fotografien des bekannten US-Magazins «LIFE» ins Netz. Das Fotoarchiv von LIFE umfasst momentan 10 Millionen Bilder, die nun nach und nach via Google frei zugänglich gemacht werden. Zu den bekannten Fotografen gehörten Rene Burri, welcher an der Kunstgewerbeschule Zürich, der heutigen Zürcher Hochschule der Künste studierte, sowie Alfred Eisenstaedt oder Gordon Parks.

Einen direkten Einstieg zum Archiv erhält man auf der Unterseite von Google Bildsuche
LIFE photo archive hosted by Google. Der Bestand reicht zurück bis 1750. Neben der zeitlichen Einteilung in Dekaden seit 1860, kann man auf dieser Webseite auch in Kategorien blättern wie People, Place, Events, Sports oder Culture.

Als besonderen Suchtipp gibt Google vor, dass man in jeder Google Bildsuche, den Befehl source:life eingeben soll. Zum Beispiel, wenn man Fotos des Künstlers Pablo Picasso sucht.


Die Bilder stehen für die persönliche Nutzung zur Verfügung, aber das Copyright bleibt beim Verlag Time Inc. der die Zeitschrifte LIFE herausgibt. Ist man an einem Bild interessiert, kann man dieses, sogar im gerahmten Zustand direkt käuflich erwerben.

Links:

http://www.life.com
http://images.google.com/hosted/life
http://www.time.com

Tags: Fotografie, Photographie, Bilder im Internet, Bilder im Web, Historische Bildsammlungen

18 November 2008


The sun shines brightly over the pasture. 1972

In der Schweiz gibt es einige gute und umfangreiche Plakatsammlungen wie die Swiss Poster Collection der Schweizer Landesbibliothek (SLB) in Bern oder die Plakatsammlung des Museums für Gestaltung in Zürich.

Nun wies ein früherer Beitrag in Netbib auf eine ebenfalls recht interessante Sammlung für Propagandaposter aus China hin. Diese Sammlung wird erstellt von den vier engagierten Postersammlern Pierre-Loïc Lavigne, Pierre Budestschu, Hong Xue-Yan und Bruce Humes. Inzwischen sind über 1000 Plakate und mehr als 200 Kalenderkarten zusammen gekommen. Recherchiert werden kann nach einzelnen Themengebieten wie Kinder, Kultur und Wissenschaft, Millitär, Sport, Frauen, Arbeitern und vieles mehr. Zu den Postern gibt es soweit möglich detaillierte Infos über den Künstler, das Format und das Entstehungsdatum.

Die Plakate sind laut den Angaben der Betreiber dieser Website nicht für den Verkauf gedacht, sondern «they are only here to please your eyes and your mind». Das Team von Maopost sammelt nur Originale, kein Faksimiles, besorgt aber für interessierte Personen auch weitere eigene Originale.

Link: Maopost.com

Tags:
Bilder im Internet, Bilder im Web, Historische Bildsammlungen

10 Juni 2008

Historical Anatomies on the Web

Gerade für wissenschaftliche ZeichnerInnen ist es wichtig, gute Vorlagen zu haben. Die National Library of Medicine der USA, eine der grössten Bibliotheken weltweit zu biomedizinischen Themen, bietet mit Historical Anatomies on the Web eine interessante Sammlung historischer Anatomiebücher im Netz an.

Es geht dabei vor allem um die Abbildungen des menschlichen Körpers. Die Bildqualität ist sehr gut. Teilweise gibt es sogar einen Zoom, mit dem man sich die Abbildungen genauer anschauen kann. Wichtig für die Auswahl war die künstlerische und historische Relevanz. So wurden beispielsweise die Vier Bücher von menschlicher Proportion von Albrecht Dürer aufgenommen, die 1528 erschienen.



Suchen kann man innerhalb der Webseite mit der alphabetischen Autorenliste. Man erhält eine kurze Einführung zu dem jeweiligen Autor und Titel sowie eine genaue bibliografische Beschreibung der Publikation.

Interessant ist es auch einen Blick auf die Überblicksseite der National Library of Medicine zu werfen. Hier werden alle Ausstellungen und digitalen Projekte seit 1986 gelistet. Darunter findet man auch die Dream Anatomy
oder mit. Chinese Public Health Posters eine Plakatsammlung aus China zu Gesundheitsfragen.

Tags: Scientific Illustration, Scientific Visualisation, Wissenschaftliches Zeichnen, Medizin, Anatomie, Plakate,
Bilder im Internet, Bilder im Web, Historische Bildsammlungen

21 Mai 2008

Medien Kunst Netz - Media Art Net

Diese Datenbank für Medienkunst enthält Fachartikel sowie Biografien, Werkbeschreibunge wie beispielsweise den Paik/Abe Synthesizer des diesen Jahres verstorbenen Vidoekünstlers Nam June Paik. Daneben finden man Bild-, Video- und Audiomaterial. Schwerpunkt ist vor allem die Medienkunst und Kunst im Netz. Das länderübergreifende Portal «Medien Kunst Netz» will damit einen freien Zugang zu hochqualifizierten Content bieten. Betreut wird es von Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Goethe Institut. Um sich in der komplexen Datenbank zurecht zu finden, ist ein Blick in die Sitemap oder in den Index hilfreich

Link: Medien Kunst Netz


Quelle: Medien Kunst Netz - Paik, Nam June; Abe, Shuya »Paik/Abe Synthesizer«

Tags: Videokunst, Neue Medien, Medienkunst, Biographien

13 Mai 2008

All Media Guide informiert über Musik, Filme und Computerspiele

Die 1991 gegründete Firma All Media Guide (AMG) veröffentlichte bereits 1993 ihren Musikführer All Musik Guide. Schlag auf Schlag kamen weitere Datenbanken für Filme und Computerspiele hinzu. Die meisten Datenbankeinträge werden von freiberuflichen Autoren geschrieben, die sich auf das jeweiligen Gebiet spezialisiert haben.

Die Webseite von AMB ist rein kommerziell ausgelegt. Sie arbeiten vor allem mit dem Online-Buchhändler Barnes and Noble zusammen, um die Produkte zu verkaufen. Doch als kostenlose Nachschlagewerke sind die einzelnen Führer sehr geeignet und auch schon öfters als beste Website ausgezeichnet worden. Übersichtlich sind die einzelnen Guides in die Musikgenre Klassic, Jazz, Rock oder in Filmgenre wie Drama, Horror, Thriller usw. eingeteilt. Die Computergames werden nach der Art der Plattform wie PS2 oder XBox sortiert. Alle Guides haben eine eigene Suchfunktion. Im All Music Guide kann beispielsweise gezielt nach Artist oder Song gesucht werden, im All Game Guide findet man die einzelnen Charaktere der Spielhelden.

Die Ergebnisse sind in der Regel alle detailiert mit den wichtigsten Eckdaten und Inhalten beschrieben. Einzig Songtexte findet man im Musikguide nicht. Dafür gibt es oft Verknüpfungen zu ähnlichen Musikkünstlern, Filmen oder Videospielen. Bei den Spielen kommt hinzu, dass auch Screenshots der Oberfläche angezeigt werden. So kann man in nostalgischen Erinnerungen schwelgen, wenn man beispielsweise nach dem 1985 herausgekommenen Spiel Super Mario Bros. von Nintendo sucht.




All Music Guide
All Film Guide
All Game Guide


Tags: Game Design, Computerspiele, Filmarchiv, Popmusik,

25 März 2008

Frühe graphische Äusserungen - Forschungsprojekt zu Kinderzeichnungen an der ZHdK

Seit 1999 untersuchen Dieter Maurer und Claudia Riboni an der Zürcher Hochschule der Künste mit einen Forschungprojekt, wie sich Kinderzeichnungen entwickeln. Sie erforschen dabei, welche Strukturen und Tendenzen sich beobachten lassen und versuchen herauszufinden, worin die frühe bildhafte Erkenntnis besteht.

In einer breit angelegten empirischen Studie ist nun ein Bildarchiv mit 25'000 Zeichnungen von Kindern der ersten sechs Lebensjahre entstanden. Die Bilder können nach vielfältigen Kriterien, wie Formen, Anordnungen, Farbigkeit und Motiven oder auch nach Geschlecht und Lateralität der Kinder grupperiert werden. Ein integrierter Lehrgang erläutert Methodik und Ergebnisse der Untersuchung.

Link: http://www.scribblings.ch/eu/de/

Tags: Kinderzeichung, Kinderbilder, Zeichnungen